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Wahrheiten sind simpel. Zum Beispiel diese: Wir mögen keine Massentierhaltung. Und mit dieser Meinung sind wir wohl nicht allein. Um etwas zu bewirken, genügt es aber nicht, „dagegen“ zu sein. Es braucht Entscheidungen, Ideen oder Alternativen. Genau dafür steht das Wild Kitchen Projekt!

Manche lösen das Dilemma, indem sie komplett auf Fleisch verzichten. Im Sinne der Fragestellung sicher eine passende Lösung. Nur nicht für uns – denn wir essen gern Fleisch. Unser Vorschlag ist, sich wieder (zurück)zubesinnen auf das, was vor dem eingschweißten Schnitzel im Supermarktregal war: Das ganze Tier. Wer es schlachtet, um es zu essen, sollte mehr kennen als nur Schnitzel, Rücken und Nackensteak. Für jedes Schnitzel, was in der Auslage liegt, muss es irgendwo auch den Rest vom Tier geben. Der wird in unserer Küche zunehmend weniger verarbeitet. Nach Wurst und Hundefutter bleibt dann leider einiges übrig, was weggeworfen wird.

Wir schlagen also vor: Beginnen wir wieder damit, das ganze Tier zu verwerten. Sehen wir hinter dem Steak das Lebewesen, das wir achten.

Im Gegensatz zu Mastvieh kann Weidevieh und noch viel mehr das Wild bis zu seinem Tod ein natürliches und würdiges Leben führen. Die Ernährung ist natürlich und nicht voller Antibiotika, die Lebensweise in Herde oder Rotte ebenso. Vom Jäger oder aus dem Wildfleischhandel kann man ganze Stücke beziehen. Es schadet nicht, seinem Essen einmal „in die Augen zu sehen“. Das bedeutet nicht, dass jeder jetzt lernen muss, wie man ein Tier komplett zerlegt – wie so oft im Leben wird es reichen, wenn man jemanden kennt, der das kann. Wichtig ist in unseren Augen, sich zu vergegenwärtigen, was man da isst. Welches Fleisch sitzt wo? Was eignet sich für welche Garmethode?